Kinder mit Artikulationsstörungen zeigen vor allem Störungen der
Zischlaute. Sie produzieren die Laute /s/ oder /sch/ inkorrekt.
Ursächlich kann von einem Ungleichgewicht der orofazialen Muskulatur
oder einem inkorrekt erlernten Artikulationsort ausgegangen werden.
Bei einer phonologischen Störung oder Verzögerung wird ein Laut durch
einen anderen ersetzt z.B. Diraffe statt Giraffe, Tatze statt Katze oder
es werden Laute ausgelassen z.B. rün für grün. Häufig ist das Kind
trotzdem in der Lage, die Laute isoliert korrekt zu artikulieren.
Stimmstörungen bei Kindern machen sich durch länger anhaltende
Heiderkeit ohne akuten Infekt bemerkbar. Die Stimme ist wenig belastbar
und kann manchmal ganz wegbleiben. Sie kann rau und gepressst oder
kraftlos und behaucht klingen. Es können funktionelle oder organische
Ursachen zugrunde liegen.
Hierbei können die Weiterleitung von Hörreizen, die korrekte
Verarbeitung auf dem Weg zum Gehirn sowie die Aufnahme, Aufbereitung
und/oder Auswertung gestört sein.